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Interview Marika Lichter
Alles begann mit einer Anfrage an Marika Lichter: Das Büro des damaligen Bundeskanzlers Dr. Franz Vranitzky bat sie 1990, eine „kleine Veranstaltung“ zu organisieren, um Aufmerksamkeit und Spenden für Projekte, die Gewalt in der Familie thematisieren, zu lukrieren.
Es wurde eine Gala – eine große Veranstaltung, und das ist sie geblieben. Der Verein „Wider die Gewalt“ war geboren. Heuer findet die Gala „Wider die Gewalt“ am 27. Oktober 2010 statt. Bislang wurden rund 2.000.000 Euro gesammelt, die einer großen Anzahl von Projekten gegen Gewalt in der Familie zu gute kamen (nähere Infos dazu unter www.widerdiegewalt.at). Im Interview spricht die Musicalsängerin und Managerin Marika Lichter über ihr Engagement für den Verein, den Punkt, an dem für Sie Gewalt beginnt und warum psychische Gewalt manchmal zerstörerischer sein kann als physische.
Sie organisieren die jährliche Gala „Wider die Gewalt“ seit nunmehr 21 Jahren – wie hat das angefangen?
Lichter: Der Gründer des Vereins, Dr. Franz Vranitzky, sprach mich vor 20 Jahren an, ob ich mit eine „kleine Veranstaltung“ zum Thema organisieren könnte. Und ich dachte mir: Eine kleine Veranstaltung macht genau so viel Arbeit wie eine große, dann ist es doch besser, gleich eine große Gala zu machen. Ich suchte das Gespräch mit den Verantwortlichen der Vereinigten Bühnen Wien, bei denen ich damals auch engagiert war und fragte, ob ich das Theater an der Wien wohl für einen Abend haben könnte. Die Theaterleitung war sicher: Das wird eine gute Sache – und das war sie – und ist sie